Biogas-Studie: Direktvermarktung lohnt sich

29.07.2015


Wie können die Erlöse aus der Direktvermarktung von Strom aus Biogas gesteigert werden? Diese Frage hat das Projekt „Direktvermarktung von Biogas-Strom“ der Leuphana Universität Lüneburg untersucht und die Ergebnisse nun in einem abschließenden Leitfaden veröffentlicht. Darin werden die betriebs- und finanzwirtschaftlichen Implikationen einer verstärkten Direktvermarktung von Strom aus Biogas betrachtet. Die Projektteilnehmer um Prof. Dr.  Heinrich Degenhart untersuchten über einen Zeitraum von zwei Jahren (April 2013 bis März 2015) Kooperationen von Biogasanlagenbetreibern und die Vermarktung über Zwischenhandelsorganisationen, analysierten Direktvermarktungsverträge und führten Expertenbefragungen mit Stromhändlern, Kreditinstituten und BHKW- und Anlagenbauern durch.

Die im Leitfaden veröffentlichten Handlungsempfehlungen beziehen sich beispielsweise auf den Regelleistungsmarkt, welcher interessante Erlös- und gute Kombinationsmöglichkeiten bietet, auf die Vermarktung von Sekundärregelleistung, der regionalen Direktvermarktung als mittel- bis langfristig interessante Erlösmöglichkeit oder den Ausbau der Anlage für mehr Flexibilität. Auch Empfehlungen zur Organisation (Erzeugergemeinschaften) sowie der Fahrweise (grundlastorientiert oder an den Strompreisen orientiert) werden angesprochen.

Der Leitfaden soll Anlagenbetreiber dabei unterstützen, „sich in einem geänderten Marktumfeld betriebs- und finanzwirtschaftlich optimal aufzustellen“.

Der 32 Seiten starke Leitfaden mit dem Titel „Direktvermarktung von Biogas-Strom. Hinweise und Empfehlungen für Anlagenbetreiber und Kreditgeber“ ist über die Online-Präsenz der der Leuphana Universität Lüneburg frei downloadbar.

Weiterführende Links:
Hier erfahren Sie mehr über unser natGAS-Direktvermarktungs-Konzept
Hier erfahren Sie mehr über unser natGAS-Regelenergievermarktungs-Konzept.