Biogas

26.08.2014



Biogas hat eindeutige ökologische Vorteile. Aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist die Energie nahezu CO2-neutral, da die Pflanzen während ihres Wachstum die Menge CO2 gebunden haben, die später bei der Verbrennung des Gases wieder freigesetzt wird.

Verwendet wird das Biogas meist direkt vor Ort, um Strom und Wärme zu erzeugen. Nur der geringere Teil wird zu Erdgasqualität aufgearbeitet und ins Leitungsnetz eingespeist. Für das künftige Wachstum hat das neue EEG dem Biogas eine klare Grenze gesetzt. Denn wenn ein jährliches Ausbauziel von 100 Megawatt Leistung erreicht ist, gehen die Fördersätze künftig deutlich zurück.

Der Grund: Innerhalb der regenerativen Energien gehört Biogas zu den teuersten; die Kosten pro erzeugter Kilowattstunde liegen bei etwa 24 Cent. Vor diesem Hintergrund konnte die Biogasproduktion im letzten Jahr noch einmal deutlich zulegen.

Laut Biogas-Monitoringbericht 2014 der Bundesnetzagentur nahm die Anzahl der Anlagen, die auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas in das öffentliche Gasnetz einspeisen, im letzten Jahr um 33 Prozent auf insgesamt 144 zu. Das Einspeisevolumen betrug 520 Millionen m³, was ein Plus von 26 Prozent bedeutet. Biogas in Erdgasqualität kann unbeschränkt in das Netz eingespeist werden, da es die gleichen Eigenschaften wie fossiles Erdgas besitzt. Aus diesem Grund steht ihm die gesamte Infrastruktur zur Verfügung. Das ermöglicht, auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas zu speichern und dann einzusetzen, wenn es am ehesten benötigt wird – beispielsweise in modernen Gaskraftwerken, falls Wind- und Sonnenenergie witterungsbedingt nicht zur Verfügung stehen.