Biomasse

08.04.2014



Wie aus Zahlen der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hervorgeht, erhöhte sich im April diesen Jahres die nach dem Erneuerbare Energien Gesetz installierte Leistung zur Direktvermarktung auf 38 Gigawatt und lag damit um 2,1 Prozent über den 37 Gigawatt vom März.

Einen deutlichen Sprung machte dabei die Biomasse, die von 3,2 auf 3,4 Gigawatt kletterte, was ein Plus von 8,7 Prozent bedeutet. Überraschend hoch war auch der Zuwachs der installierten Leistung bei Deponie-, Klär- und Grubengas. Er nahm im April um 22,3 Prozent auf 0,21 Gigawatt zu. Die übrigen regenerativen Stromerzeuger blieben unter diesen Zuwachsraten. So erhöhte sich die direktvermarktete Solarenergieleistung um 2 Prozent auf 4,9 Gigawatt.

Die Leistung der Windenergie an Land stieg um 1,3 Prozent von 28,2 auf 28,6 Gigawatt. Offshore-Wind legte im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent auf 0,510 Gigawatt zu.

Zur besseren Einordnung: Der Begriff Direktvermarktung bezeichnet den Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energiequellen an Großabnehmer oder an der Strombörse.

Die gesamte Stromerzeugungskapazität liegt in Deutschland bei rund 184 Gigawatt. Davon machen Erneuerbare Energien 81 Gigawatt aus, von denen derzeit wiederum 38 Gigawatt direkt vermarket werden. Die Perspektiven für Strom aus Biomasse sehen jedoch verhalten aus. Nach dem Koalitionsvertrag soll der weitere Zubau von Biomasse-Anlagen „gedeckelt“ und überwiegend auf Abfall und Reststoffe begrenzt werden. Betreiber und Hersteller üben scharfe Kritik an dieser Einstufung, die ihren Niederschlag im novellierten EEG finden soll. Dadurch sei gesamte Biogasbranche in ihrer Existenz bedroht.