CO2-Kosten

09.04.2014



Bei der Begrenzung des weitweiten Klimaanstiegs stehen die CO2-Emissionen im Mittelpunkt.

Ein Instrument, um ihren Ausstoß zu reduzieren, ist die Einführung von CO2-Zertifikaten. Die Zertifikate werden der Industrie zugeteilt und belohnen denjenigen, der Energie einspart, indem er überschüssige „Scheine“ verkaufen kann. Umgekehrt muss derjenige Zertifikate hinzukaufen, der mehr Kohlendioxid emittiert.

Diesen Überlegungen liegt ein Zertifikatpreis von über 20 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß zugrunde. Aufgrund eines Überangebotes im Markt, das nicht zuletzt durch die zunehmende Verbreitung der Erneuerbaren Energien entstanden ist, beträgt er derzeit aber tatsächlich weniger als fünf Euro. Dass sich etwas ändern muss, steht außer Frage. So plant die EU die Herausnahme von 900 Millionen Zertifikaten, um über eine Verknappung den Preis zu stärken. Schließlich soll in der EU der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 zurückgehen. In diesem Zusammenhang weißt die aktuelle Analyse einer Arbeitsgruppe der US-Regierung darauf hin, dass ein CO2-Preis, der alle in den heutigen Klimamodellen abschätzbaren externen Kosten des Kohlendioxid-Ausstoßes einberechnet, bei rund 27 Euro pro Tonne liegen müsste. Darin enthalten sind unter anderem die Aufwendungen für Umweltschäden, die aus einer Klimaveränderung resultieren.

Hochgerechnet auf die rund 36 Milliarden Tonnen CO2, die das Global Carbon Project ermittelt hat, kommt so für 2013 eine Gesamtbelastung von mehr als 700 Milliarden Euro zusammen.