Die Gaswirtschaft trifft sich in Karlsruhe

18.09.2014



Die Gaswirtschaft trifft sich in diesem Jahr vom 30. September bis 1. Oktober in Karlsruhe auf der gat, der Gasfachlichen Aussprachetagung, die seit mehr als 50 Jahren vom DVGW in Kooperation mit dem BDEW veranstaltet wird. Laut Aussage der Veranstalter geht es diesmal vor allem darum, das Potenzial von Gas als klimafreundlicher, sicherer, flexibler und wirtschaftlicher Energieträger im deutschen Energiesystem zu beschreiben. Im Mittelpunkt stehen die Themen „Energieeffizienz“, „Power-to-Gas“, Versorgungssicherheit und „L- H-Gas-Umstellung“. Zum Hintergrund: Die EU sterbt an, den Energieverbrauch bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2007 zu senken, was nur über sparsamere Technologien möglich ist.  Dementsprechend soll auf der Veranstaltung das gesamte Spektrum von der effizienten Wärme- und Energieversorgung im Gebäudebereich bis hin zur Optimierung  von Industrieanlagen behandelt werden.

Beim zweiten Schwerpunkt, der Power-to-Gas-Technologie, geht es vor allem um das effiziente Zusammenspiel von Gas und Strom. Durch die Umwandlung des Stroms in einen stofflichen Energieträger können die Stromnetze entlastet und damit der Umfang des Stromnetzausbaus gedämpft werden.

Beim Thema Versorgungssicherheit dürften der kommenden Winter und die Ukraine-Krise für intensive Diskussionen sorgen. In diesem Zusammenhang wird auch, wie zu hören ist, die Umstellung von L-Gas auf H-Gas einen breiteren Raum einnehmen. Der kontinuierliche Rückgang der L-Gas-Aufkommen in Deutschland und in den Niederlanden führt dazu, dass sich die deutsche Erdgas-Versorgungsstruktur bis zum Jahr 2030 grundlegend verändert. In der  Folge müssen in den nächsten Jahren rund 5 Millionen häusliche, gewerbliche und industrielle Gasgeräte von L- auf H-Gas umgestellt werden.