EEG, Kosten und Reformpläne

23.01.2014



Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist laut BDEW, Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft, im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 23,4 Prozent (2012: 22,8 Prozent) gestiegen.

Während die Stromerzeugung der Photovoltaikanlagen mit einem Zuwachs von 7,3 Prozent ein neues Hoch erreichte, ging der Anteil von Wind witterungsbedingt um 3,5 Prozent zurück. Unterteilt nach Technologien, kommt Wind auf einen Anteil von 7,9 Prozent an der Stromerzeugung (2012: 8,0 Prozent), Biomasse erreicht einen Wert von 6,8 Prozent (2012: 6,3 Prozent), Photovoltaik macht 4,5 Prozent (2012: 4,2 Prozent) aus, und Wasser und Siedlungsabfälle steuern 3,4 Prozent (2012: 3,5 Prozent) beziehungsweise 0,8 Prozent (2012: 0,8 Prozent) bei. Eine Entwicklung, die nicht zum Nulltarif zu haben ist.

So berichtet die Fachzeitschrift ZfK unter Berufung auf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag, dass EEG-Anlagenbetreiber im letzten Jahr eine Vergütung für den Ökostrom in Höhe von 22,9 Milliarden Euro erhielten.

Zum Vergleich: Im Jahre 2002 waren es noch 2,2 Milliarden Euro.

Würden alle Ausschüttungen der letzten elf Jahre addiert, komme eine Summe von 120,4 Milliarden Euro zusammen, heißt es weiter. In Anbetracht dieser Kosten sowie des notwendigen weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien sieht der BDEW die anstehende Reform des EEG als eine der Kernaufgaben der neuen Bundesregierung. Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag reichten nicht aus, mutigeres Handeln sei erforderlich – beispielsweise indem die Kosteneffizienz bei der Förderung der Erneuerbaren Energien deutlich in den Vordergrund gestellt würde.