EEG 2014

07.07.2014



Das neue EEG ist da. Gerade noch rechtzeitig konnten strittige Punkte bereinigt werden, so dass das novellierte Gesetz termingerecht am 27. Juni 2014 den Bundestag passierte. In einem nächsten Schritt soll das Gesetz nun am 1. August 2014 in Kraft treten.

Ziel der Reform ist, die Erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 55 bis 60 % im Jahr 2035 planvoll auszubauen und dabei gleichzeitig den Kostenanstieg spürbar zu bremsen.

Auf über 200 Seiten werden die Regelungen im Detail beschrieben. Ein zentrales Element ist dabei die Begrenzung der Fördersätze. So soll die durchschnittliche Vergütung für eine Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren Energien von derzeit durchschnittlich 17 Cent auf durchschnittlich 12 Cent sinken. Um die Kosten für die Energiewende nicht nur zu begrenzen, sondern auch anders zu verteilen, wurden zudem Veränderungen bei der EEG-Umlage vorgenommen. Eigenstromerzeuger, die mit neuen Anlagen konventionell Strom produzieren, werden künftig erstmals von der Umlage betroffen sein.

Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn sie die „Besondere Ausgleichsregelung" in Anspruch nehmen können. Wird der für den Eigenverbrauch vorgesehene Strom aus Erneuerbaren Energien oder in einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlage gewonnen, muss eine verminderte EEG-Umlage gezahlt werden. Ab 2015 gilt ein Satz in Höhe von 30 Prozent der Umlage, der 2016 auf 35 Prozent und 2017 auf 40 Prozent ansteigt. Für ältere Anlagen gibt es Bestandsschutz, und Kleinanlagen mit einer Leistung von bis zu zehn Kilowatt fallen unter eine Bagatellgrenze.