EEG-Konto

20.05.2014



Bei den EEG-Umlagen besteht derzeit ein „dickes Polster".

Laut dem Erneuerbaren Energien Gesetz, kurz EEG, haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die vier großen Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten, die derzeit 6,24 Cent pro Kilowattstunde beträgt. Mit diesen Zahlungen soll die Differenz gedeckt werden, die sich aus den festen Vergütungen für eingespeisten Ökostrom einerseits und der Vermarktung dieses Stroms an den Energiebörsen andererseits ergibt. Wie jetzt die Fachzeitschrift ZfK berichtet hat, ist das EEG-Umlagenkonto im April weiter gestiegen. Nachdem das Plus bereits im März bei 1,5 Milliarden Euro lag, stieg es einen Monat später auf mehr als 1,6 Milliarden Euro an.

Zum Vergleich: Vor einem Jahr war es zur gleichen Zeit ein Minus von 358 Millionen Euro.

Das Volumen des EEG-Kontos wird maßgeblich durch die Menge des eingespeisten Ökostroms bestimmt. Die Menge wiederum hängt vom Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Witterungsbedingungen ab, da weit über die Hälfte des regenerativ erzeugten und ins Netz eingespeisten Stroms aus Wind- und Sonnenkraft stammt.

Vereinfacht ausgedrückt: Ein wind- und sonnenarmer Winter lässt das EEG-Konto steigen, ein sonniger und windreicher Sommer lässt es sinken.