Eigenstromerzeugung

17.03.2014



Bei steigenden Strompreisen wird die Eigenerzeugung von elektrischer Energie für Industrieunternehmen attraktiver – insbesondere wenn die bei der Produktion anfallende Wärme mit genutzt werden kann. Dies bestätigte jetzt auch der Deutsche Industrie- und Handelstag, DIHK, offiziell.

Nach eigenen Erhebungen erzeuge inzwischen jedes sechste Unternehmen in Deutschland seinen eigenen Strom. Darüber hinaus spiele ein weiteres Viertel der Unternehmen mit dem Gedanken an eine Eigenproduktion. Die Unternehmen seien unterschiedlich groß und stammten aus verschiedenen Branchen, heißt es weiter. Auf der Kostenseite profitieren die Eigenstromerzeuger bis dato von einer Befreiung der EEG-Umlage in Höhe von aktuell 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings könnte dieser Vorteil bald entfallen.

Im Eckpunktepapier von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel vom 21. Januar heißt es: „Alle neuen Eigenstromerzeuger tragen mit einer Mindestumlage zur Grundfinanzierung des EEG bei“. Nach ersten Überlegungen sollen Altanlagen mit knapp einem Cent pro erzeugter Kilowattstunde belastet werden. Neue Anlagen, die auf Erneuerbare Energien setzen, müssten 70 Prozent der EEG-Umlage zahlen. Kommen neue konventionelle Anlagen zum Einsatz, beträgt die Abgabe 90 Prozent der EEG-Umlage. Wie zu hören ist, liegt seit dem 4. März ein erster Referentenentwurf für das neue EEG vor, der mehr als 200 Seiten umfassen soll. Dabei werde an mehreren Stellen auf die geplanten Neuregelungen der Eigenstromerzeugung und des Eigenstromverbrauchs eingegangen. Es existiere aber noch keine explizite inhaltliche Regelung.

Das neue EEG soll am 9. April vom der Bundesregierung beschlossen werden und am 1. August in Kraft treten.