Energie-Importe

14.04.2014



Im Zuge der dramatischen Ereignisse in der Ukraine wird vor allem in den Medien intensiv über mögliche Lieferengpässe spekuliert.

Dabei wird teilweise außer Acht gelassen, dass selbst während des „kalten Kriegs“ stets zuverlässig Erdgas von Ost nach West floss, in Deutschland leistungsfähige Erdgasspeicher aufgebaut wurden und die Lieferungen aus unterschiedlichen Ländern kommen. Dennoch ist die Bundesrepublik im hohen Maße auf die Importe von Öl und Erdgas angewiesen. In diesem Zusammenhang hat jetzt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, kurz AGEB, daraufhin gewiesen, dass der Anteil der Inlandsgewinnung am Gesamtverbrauch im vergangenen Jahr von 30,5 auf 29 Prozent gesunken ist. Oder anders ausgedrückt: Die Importquote erhöhte sich von 69,5 auf 71 Prozent.

Wichtigster Energielieferant für Deutschland ist dabei Russland. Das Land deckte 38 Prozent der deutschen Erdgaseinfuhren und lieferte zudem 35 Prozent aller Ölimporte sowie 25 Prozent der Steinkohleneinfuhren. Insgesamt deckte Russland damit laut AGEB etwa ein Viertel des deutschen Energiebedarfs. Ein Volumen, das dem Aufkommen der Erneuerbaren Energien und der geförderten Braunkohle, den beiden heute wichtigsten heimischen Energiequellen, entspreche. Zur inländischen Energiegewinnung führte die Arbeitsgemeinschaft im Detail aus, dass in Deutschland im letzten Jahr 137,7 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten gewonnen wurden, was einen Rückgang von 2,4 Prozent ausmache. Ähnlich sah es bei Erdgas und Braunkohle aus. Hier gingen die geförderten Mengen um 3,6 beziehungsweise 1,1 Prozent zurück.
Ein Lichtblick waren dagegen die Erneuerbaren Energien, die um 4,7 Prozent zulegen konnten.