Energiekosten

26.06.2014



Gesetzlich vorgeschriebene Abgaben wie die EEG-Umlage haben die Energiekosten für private Haushalte im Laufe der Jahre deutlich verteuert. So stieg die EEG-Umlage, mit der der Ausbau der Erneuerbaren Energien finanziell gefördert wird, von 3,592 Cent pro Kilowattstunde in 2012 auf 6,240 Cent in 2014. Eine Zunahme von mehr als 70 Prozent, die sich hochgerechnet auf den gesamten deutschen Stromjahresverbrauch mehr als 23 Milliarden Euro ausmacht.

Günstiger sieht es bei Gas und Heizöl aus, die in den letzten Jahren von neuen Auflagen weitgehend verschont blieben. Gleichzeitig sorgt hier ein breites Angebot für regen Wettbewerb. Dennoch sind die Ausgaben für Energie ein wichtiger Kostenposten in den Privathaushalten.

Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitgeteilt hat, gaben deutsche Haushalte zuletzt 2012 im Durchschnitt etwa 1900 Euro für Strom, Heizöl und Gas im Jahr aus. Ein Betrag, der Einkommensschwache Haushalte vor Probleme stellen kann. Laut der Behörde hatten Personen, die sich von Schuldnerberatungsstellen beraten lassen und Energieschulden aufweisen, im Jahr 2013 im Durchschnitt rund 1300 Euro Verbindlichkeiten bei Energieunternehmen. Bei jedem zehnten Überschuldeten beliefen sich die offenen Forderungen bei Strom-, Heizöl- und Gasversorgern sogar auf mehr als 2900 Euro.