Energieverbrauch 2013

29.01.2014



Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, kurz AGEB, hat im Januar erste Zahlen für den Energieverbrauch 2013 vorgelegt. Demnach liegt die Nachfrage nach Erdgas, Erdöl, Kohle und Co. für die abgelaufenen zwölf Monate voraussichtlich um etwa 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Der gesamte Energiebedarf belief sich nach vorläufigen Berechnungen der AGEB auf 14.005 Petajoule (PJ) oder 477,7 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Den stärksten Einfluss auf das leichte Wachstum hatte nach Aussage der Arbeitsgemeinschaft die kühle Witterung im ersten Halbjahr. Dagegen gingen von der schwachen Konjunkturentwicklung kaum verbrauchssteigernde Effekte aus. Oder anders ausgedrückt: Ohne Berücksichtigung des Temperatureffekts wäre der Energieverbrauch nur um etwa 1 Prozent gestiegen.

Verteilt auf die einzelnen Energieträger ergibt sich folgendes Bild:
Der inländische Erdgasverbrauch erhöhte sich im abgelaufenen Jahr insgesamt um knapp 7 Prozent auf 3.152 Petajoule (107,5 Mio. t SKE). Der Anteil des Erdgases am gesamten Energieverbrauch stieg damit auf 22,5 Prozent (Vorjahr 21,6 Prozent). Der Mineralölverbrauch betrug 4.637 Petajoule (158 Mio. t SKE), was ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2012 bedeutet. Zuwächse gab es beim leichten Heizöl (+6 Prozent), bei Dieselkraftstoff (+2 Prozent) sowie Rohbenzin (+3 Prozent) und Flüssiggas (+7 Prozent). Der Absatz an Ottokraftstoff stagnierte. Rückgänge gab es beim schweren Heizöl (-7 Prozent). Der Verbrauch von Steinkohle erhöhte sich um rund 4 Prozent auf 1.779 Petajoule (60,7 Mio.t SKE). Die Entwicklung ist vor allem auf einen um knapp 7 Prozent höheren Einsatz zur Strom- und Wärmeerzeugung zurückzuführen. Der Verbrauch an Braunkohle verminderte sich um gut 1 Prozent auf 1.625 Petajoule(55,4 Mio.t SKE), da Inbetriebnahme neuer Kraftwerke und die Abschaltung alter Anlagen die Effizienz in der Braunkohlestromerzeugung verbesserten.

Die Nutzung erneuerbarer Energien erhöhte sich 2013 insgesamt um knapp 6 Prozent, womit ihr Anteil am Gesamtverbrauch leicht auf 11,8 Prozent anstieg. Dagegen nahm der Anteil der Kernenergie aufgrund des Ausstiegs um 2,5 Prozent ab.