Energieverbrauch

12.08.2014



In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lag der Energieverbrauch in Deutschland um knapp 8 % unter den Werten des Vorjahres. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war vor allem die deutlich mildere Witterung. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, kurz AGEB, erreichte der Verbrauch an Primärenergien im ersten Halbjahr eine Höhe von rund 1.825 TWh.

Bereinigt um den Temperatureinfluss betrug der Rückgang allerdings 1 bis 2 %. Unterteilt auf die einzelnen Energieträger ergibt sich folgendes Bild: Der Mineralölverbrauch lag im ersten Halbjahr 2014 um etwa 4 % unter dem Vorjahreszeitraum. Milde Temperaturen und hohe Bestände bei den Verbrauchern sorgten für einen Rückgang beim Heizölabsatz. Dagegen stieg der Kraftstoffabsatz infolge höherer Verkehrsleistungen um mehr als 2 %. Der Erdgasverbrauch, der stark vom Wärmemarkt geprägt ist,  ging nach ersten Schätzungen um fast 20 % zurück.

Hauptursache war auch hier die deutlich mildere Witterung. Hinzu kamen Produktionsrückgänge in der chemischen Grundstoffindustrie. Der Verbrauch von Stein- und Braunkohle ging um 7 beziehungsweise 4 % zurück. Neben einer gesunkenen Gesamtstromerzeugung ist für diese Entwicklung auch die wachsende Bedeutung der Erneuerbaren Energien verantwortlich. Letztere waren die Gewinner des ersten Halbjahres. So steigerte die Windkraft an Land ihren Beitrag um 22 % und die auf See um 9 %. Bei der Photovoltaik gab es sogar ein Plus von 27 %.

Da sich der Verbrauchsrückgang über alle fossilen Energieträger erstreckte, die Erneuerbaren Energien dagegen zulegen konnten, lässt sich nach Einschätzung der AGEB bereits jetzt ein Rückgang der deutschen CO2-Emissionen im gesamten Jahr 2014 prognostizieren.