Erdgasmobilität in Europa

16.10.2014


Anfang Oktober trat eine neue EU-Richtlinie in Kraft, die den Ausbau eines alternativen Tankstellennetzes in Europa vorgibt. Bis 2016 sollen nun die Mitgliedsländer nationale Ziele definieren und verbindlich festschreiben. Dabei geht es unter anderem um den Bau von Erdgas- und LNG-Zapfsäulen sowie um eine transparente Preisauszeichnung an den Tankstellen. Zudem sollen gemeinsame Standards aufgebaut werden. Ziel der Richtlinie ist, die Abhängigkeit des Verkehrssektors von Erdöl reduzieren und den Schadstoffausstoß drosseln.

Daher konzentriert sie sich auf besonders schadstoffarme Kraftstoffe und teilt neben Strom auch komprimiertem Erdgas (CNG) und verflüssigtem Erdgas (LNG) eine Schlüsselrolle zu. Für die Initiative „ergdas mobil“ bietet sich vor allem im Schwerlastverkehr ein Umstieg von Diesel auf LNG an. Es handle sich um eine ausgereifte Technik, die dem Dieselantrieb vergleichbar sei.

Laut EU-Richtlinie soll bis 2025 entlang wichtiger europäischer Verkehrsrouten ein LNG-Tankstellennetz entstehen, das einen Güterverkehr auf LNG-Basis möglich macht. „erdgas mobil“ sieht in der Verabschiedung der Richtlinie außerdem ein klares Signal, die Steuerermäßigung für Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff in Deutschland über 2018 hinaus fortzuführen. Die Bundesrepublik laufe sonst Gefahr, sich gegen den europäischen Trend zu mehr Erdgasmobilität zu stellen.

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„Zwischenbericht der Initiative Erdgasmobilität“ (18.06.2014)