Erneuerbare Energien

03.03.2014



Ein zentrales Ziel der Energiewende ist, mit fossiler Energie betriebene Kraftwerke durch erneuerbare Energien abzulösen.

Laut Koalitionspapier soll durch die Novelle des EEG der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahre 2025 auf 40 bis 45 % steigen. Für 2035 wird ein Wert von 55 bis 60 % angestrebt.

In diesem Zusammenhang hat der Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft, kurz BDEW, jetzt die Ausbaurate für das Jahr 2012 veröffentlicht. Demnach haben in Deutschland in diesem Zeitraum insgesamt 1.346.528 Anlagen Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Umgerechnet ist das ein Anteil von 22,9 % oder ein Volumen von 136 Milliarden Kilowattstunden. Den zahlenmäßig größten Anteil daran hatte laut BDEW die Solarenergie mit 1.303.219 Anlagen, gefolgt von 22.198 Windenergieanlagen an Land und 13.099 Biomasseanlagen.

Gleichzeitig verwies der Verband darauf, dass die Direktvermarktung von Erneuerbaren Energien, die zurzeit noch freiwillig erfolgt, inzwischen einem Erfolgsmodell geworden ist. So können Betreiber von EEG-Anlagen ihren selbst erzeugten EEG-Strom nicht nur gegen eine gesetzlich festgelegte Vergütung ins Netz einspeisen sondern auch über die gängigen Handelsplätze direkt vermarkten. Im Zusammenspiel mit einer Marktprämie und abhängig von Angebot und Nachfrage besteht dabei die Chance, höhere Erträge zu erzielen. Nach den Ausführungen des Energieverbandes wurden 2012 bereits 40 % der gesamten EEG-Strommenge im Rahmen des Marktprämienmodells vermarktet, bei der Onshore-Windenergie seien es sogar knapp 70 % gewesen. Es wird allgemein erwartet, dass der Anteil 2013 auf mehr als die Hälfte der EEG-Strommenge gestiegen ist.