Erneuerbarer Rekord

09.10.2014


In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben die erneuerbaren Energien die Braunkohle bei der Stromerzeugung in Deutschland überholt. Das geht aus aktuellen Daten von Agora Energiewende hervor. Demnach hatten Wind-, Sonnen-, Wasser- und Bioenergie in den ersten neun Monaten einen Anteil von 27,7 Prozent am in Deutschland verbrauchten Strom. Dagegen kamen Braunkohle, Steinkohle und Atomkraftwerke auf Anteile von 26,3 Prozent, 18,5 Prozent und 16 Prozent. Unterteilt in die einzelnen Segmente setzt sich der 27 Prozent Ökostromanteil im Wesentlichen wie folgt zusammen: Windstrom 9,5 Prozentpunkte, Biomasse 8,1 Prozentpunkte und Solarstrom 6,8 Prozentpunkte.

Weiterhin geht aus den Informationen von Agora Energiewende hervor, dass die Stromproduktion in Gaskraftwerken rückläufig war und nur einen Anteil von 10,4 Prozent erreichte, während Kohlekraftwerke ihre Position in etwa halten konnten. Ausschlaggebend dafür war vor allem die mangelnde Rentabilität vieler Gaskraftwerke infolge der verstärkten Einspeisung von Solar- und Windstrom. Diese Entwicklung führte dazu, dass der CO2-Ausstoß trotz jährlich über 20 Milliarden Euro an Ökostrom-Förderkosten in 2012 und 2013 gestiegen war.

Welche Bedeutung Ökostrom mittlerweile erlangt hat, machen folgende Zahlen von Agora deutlich: Der 6. Juni war 2014 bisher der Tag mit der höchsten Solarstromleistung: Um 13 Uhr wurden 24,2 Gigawatt Solarstrom in die Netze eingespeist, was der Leistung von gut 20 Atomkraftwerken entspricht. Am 11. Mai lieferten Wind-, und Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse zeitweise 44 Gigawatt Strom, was etwa 75 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt hat.