EU-Statistik

20.03.2014



Das große Ziel der Energiewende ist, den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich voranzutreiben.

Bis 2025 soll ihr Anteil an der Stromversorgung auf 40 bis 45 Prozent steigen, bis 2035 sollen es 55 bis 60 Prozent sein. Zur besseren Einordnung: 2013 waren es nach Angabe der Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen 23,9 Prozent.

Dass Deutschland damit keineswegs eine Spitzenposition in Europa einnimmt, geht aus einer Mitteilung von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, hervor. Bezogen auf den gesamten Endenergieverbrauch, also inklusive Mobilität und Wärmemarkt, landet Deutschland beim Einsatz erneuerbarer Energien mit einem Anteil von 12,4 Prozent im Jahr 2012 im unteren europäischen Mittelfeld. Spitzenreiter in der EU ist laut Eurostat Schweden. Das skandinavische Land verzeichnete seit 2004 mit 12,3 Prozent den höchsten Anstieg. 2012 bezog die Volkswirtschaft 51 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen. Den zweiten Platz hat Lettland mit einem Anteil von 35,8 Prozent inne, gefolgt von Finnland mit 34,3 Prozent und Österreich mit 32,1 Prozent. Schlusslichter sind Malta (1,4 Prozent), Luxemburg (3,1 Prozent) und Großbritannien (4,2 Prozent).

Insgesamt lag der Anteil der Erneuerbaren am Gesamtverbrauch in der EU 2012 bei 14,1 Prozent, während es acht Jahre zuvor 8,3 Prozent waren. Die EU-Kommission will europaweit bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent erreichen, wobei sich die einzelnen Länder unterschiedliche Ziele gesetzt haben. Die Bundesregierung strebt an, bis dahin 18 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs mithilfe der Erneuerbaren Energien abzudecken.