Grünstrom-Markt-Modell

19.03.2015


Grüner Strom, direkt von der Erzeugungsanlage aus Erneuerbaren Energien zum Stromkunden: darum geht es beim sogenannten Grünstrom-Markt-Modell. Unternehmen und Verbände aus der Energie setzen sich nun dafür ein, dass die Möglichkeit des direkten und nachvollziehbaren Strombezugs aus Photovoltaik-, Windkraft- oder auch Biogas-Anlagen von der Politik in die Praxis umgesetzt wird.

Die letzte Novelle des Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG), welches am 1. August 2014 in Kraft getreten ist, sieht die verpflichtende Direktvermarktung mit Marktprämie vor. Der aus EE-Anlagen erzeugte Strom wird dabei in der Regel über die Strombörse verkauft. Dabei verliert er seine grüne Eigenschaft und wird zu Graustrom unbekannter Herkunft. Das Grünstromprivileg wurde mit der EEG-Reform abgeschafft.

Allerdings wurde im EEG 2014 eine Verordnungsermächtigung eingefügt und somit die Möglichkeit geschaffen eine entsprechende Regelung für eine faire und ökologische Direktvermarktung einzuführen. Aus diesem Grund ist die Politik nun gefordert, die Voraussetzungen für die Umsetzung eines Grünstrom-Vermarktungsmodells über zu schaffen. Dadurch könnte Grünstrom mit Herkunftsnachweis an Stromkunden geliefert und dazu beigetragen werden, die fluktuierenden erneuerbaren Energien besser in den Markt zu integrieren.

Pressekonferenz zum Grünstrom-Markt-Modell
In einer Pressekonferenz der Initiatoren des Grünstrom-Markt-Modells soll am 20. März 2015 in Berlin zu aktuellen Entwicklungen und Hintergründen informiert werden. Die Pressekonferenz findet ab 10:30 Uhr im Haus der Bundespressekonferenz (Tagungszentrum) statt (Schiffbauerdamm 40 / Ecke Reinhardtstraße 55, 10117 Berlin).

Infografik Grünstrom-Markt-Modell
(Bildnachweis: gruenstrom-markt-modell.de)

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Online-Präsenz des Grünstrom-Markt-Modells.