Klärgas

21.08.2014



Bei den regenerativen Energien stehen Wind und Sonne im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei gibt es auch andere „Quellen“, die als „Nischenprodukte“ durchaus interessant sind.

Ein Beispiel dafür ist Klärgas. Nach Aussage des Statistischen Bundesamtes, kurz Destatis, wurden in Deutschland im letzten Jahr 1.291 Gigawattstunden Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2012 war das ein Plus von 3,3 Prozent. In der Regel wird das im Klärprozess anfallende Faulgas genutzt, um vor Ort in Blockkraftheizwerken Strom und Wärme zu erzeugen. Auf dieses Weise konnten viele Kläranlagen einen Teil ihres Energiebedarfs, der im kommunalen Bereich häufig einen Verbrauchsschwerpunkt ausmacht, selber decken.

Oder anders gerechnet: Eine Großstadt wie Frankfurt könnte bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 1.800 Kilowattstunden ein Jahr lang mit aus Klärgas gewonnener elektrischer Energie versorgt werden. Allerdings sind die weiteren Potenziale begrenzt. Gemessen an der gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien hatte Klärgas 2013 nur Anteil von rund einem Prozent.