Milde Winter 2013 / 2014

11.06.2014

Der milde Winter 2013 / 2014 hat beim Energieverbrauch im ersten Quartal dieses Jahres deutliche Spuren hinterlassen.

Laut einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, kurz AGEB, lag er fast 10 Prozent niedriger als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Unterteilt nach Energieträgern sieht das Bild wie folgt aus:
Der Erdgasverbrauch sank um 24 Prozent. Hauptursache war der extreme Witterungsverlauf. Hinzu kamen ein leichter Produktionsrückgang in der chemischen Grundstoffindustrie sowie ein weiterer Rückgang des Einsatzes von Erdgas in den Kraftwerken. Der Verbrauch von Steinkohle nahm um knapp 11 Prozent ab. Vor allem der Einsatz in Kraftwerken führte infolge der hohen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien in der Stromerzeugung zu einem Rückgang von mehr als 16 Prozent. Der Verbrauch an Braunkohle verminderte sich um 4 Prozent, da die Lieferungen an Kraftwerke zurückgingen. Die Kernenergie verzeichnete ebenfalls einen Rückgang um 4 Prozent. Weitgehend ausgeglichen war der Absatz an Mineralölprodukten, der sich auf Vorjahresniveau bewegte.

Allerdings wurden hier Einbrüche auf dem Wärmemarkt durch verstärkte Nachfragen im Verkehrssektor kompensiert. Lediglich die Nutzung der Erneuerbaren Energien stieg in den ersten drei Monaten leicht an.

Zu den ungewöhnlich starken Rückgängen hat jedoch nicht nur die milde Witterung der ersten Monate beigetragen, vielmehr muss auch die außergewöhnliche Kälteperiode 2012 /2013 berücksichtigt werden. Erst dadurch ist die große Differenz zwischen den beiden Quartalen entstanden.

Bereinigt um diese Sonderfaktoren ergibt sich für den gesamten Energieverbrauch im ersten Quartal 2014 ein Rückgang von etwa 1 bis 1,5 Prozent, so die AGEB.