Monitoringbericht 2014: Bereich Gas

04.12.2014

Während die inländische Gasförderung im Vergleich zum Vorjahr um rund 9,3 Prozent zurückging und auf 9,7 Milliarden Kubikmeter sank, nahm die Menge an Importen zu. Wurden 2012 1.535 TWh eingeführt, so stiegen die Einfuhren im Jahr 2013 um insgesamt 18,8 Prozent. Gleichzeitig stiegen auch die Exporte von 667,3 TWh (2012) um 8,8 Prozent auf 725,8 TWh im Jahr 2013.

Positiv fällt die Bilanz bei der Liquidität der Erdgasgroßhandelsmärkte aus. Sowohl im börslichen wie auch im bilateralen Großhandel seien die Volumina gestiegen. Kaum Unterschiede gebe es im Vergleich der Großhandelspreise für Erdgas im Vergleich zum Vorjahr. Hingegen könne davon ausgegangen werden, dass die Ölpreisbindung für die Preisentwicklung an den Märkten eine immer geringere Rolle spiele. Im Vergleich zu den Stromgroßhandelsmärkten, gebe es noch reichlich Potenziale bezüglich der Liquidität der Gasgroßhandelsmärkte.

Waren die Erdgasspeicher bereits im vergangenen Jahr zum Stichtag des 1. Novembers 2013 mit 90 Prozent sehr gut gefüllt, so konnte der Füllstand zum 1. November 2014 mit einer Auslastung von 97 Prozent nochmal gesteigert werden.

Die 27 verbindlichen Investitionen des Netzentwicklungsplans 2013 hatten ein Volumen von ungefähr 2,2 Milliarden Euro. Damit soll bis 2023 der Leitungsbau von 522 Kilometer und eine zusätzliche Verdichtungsleistung von 344 MW erreicht werden.

Die Anbietervielfalt hat sich weiterhin gesteigert. In fast 70 Prozent der Netzgebiete stehen den Verbrauchern mehr als 50 Gaslieferanten zur Verfügung. In über 90 Prozent der Gebiete sind es immerhin noch 31 oder mehr Lieferanten. Im Bereich der Versorgungssicherheit waren die Letztverbraucher im Durchschnitt weniger als eine Minute von der Gasversorgung unterbrochen.

Den kompletten Monitoringbericht 2014 können Sie über die Webseite der Bundesnetzagentur herunterladen:
Bundesnetzagentur - Monitoringbericht 2014