Monitoringbericht 2014: Bereich Strom

04.12.2014


Einen weiteren Zuwachs der Kapazitäten bei der Stromerzeugung erzielten die erneuerbaren Energien: 3,3 GW bei der Solarenergie und 2,9 GW bei Wind Onshore. Damit lassen sich die installierten Gesamterzeugungskapazitäten von 188,1 GW aufteilen in 105 GW nicht erneuerbare Energieträger und 83,1 GW erneuerbare Energieträger. 

Eine hohe Liquidität kennzeichnete auch 2013 die Stromgroßhandelsmärkte. Volumenzuwächse konnten an der EPEX SPOT im Bereich des Intraday-Handels verzeichnet werden, während im Bereich des Day-Ahead-Handels die Volumina an den börslichen Spotmärkten EPEX SPOT und EXAA auf dem Vorjahresniveau lagen. Abgenommen haben hingegen die Verkaufsmengen der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Grund hierfür dürfte die verstärkte Direktvermarktung von Elektrizität aus den erneuerbaren Energiequellen sein.

Handlungsbedarf sieht der Monitoringbericht vor allem im Netzausbau. So seien die strom- und spannungsbedingten Redispatch-Maßnahmen der ÜNB im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent gestiegen, und zwar von 7.160 Stunden (2012) auf 7.965 Stunden (2013). Das umfasste ein Gesamtvolumen von insgesamt 4.390 GWh. Das zunehmende Eingreifen in die Fahrweise von Kraftwerken und Speichern, um die Stromnetze vor Überbelastungen zu schützen, zeigt die Dringlichkeit des Netzausbaus, vor allem in Nord-Süd-Richtung.

Insgesamt haben die vier ÜNB 2013 1,335 Milliarden Euro in den Ausbau der Netzinfrastruktur investiert und somit mehr als 2012 (1,152 Milliarden Euro). Hingegen sanken die Investitionen der Verteilernetzbetreiber (VNB) in die Netzinfrastruktur von 6,005 Milliarden Euro (2012) auf 5,778 Milliarden Euro im Jahr 2013. Zudem wurden bis zum dritten Quartal 2014 438 der gemäß Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) von 2009 festgelegten 1.887 Stromkilometer, fertig gestellt.

Den kompletten Monitoringbericht 2014 können Sie über die Webseite der Bundesnetzagentur herunterladen:
Bundesnetzagentur - Monitoringbericht 2014