Netzentwicklungsplan Strom

23.01.2014



Bei der Energiewende kommt dem Netzausbau eine zentrale Rolle zu.

Es gilt vor allem, den schwankenden Wind- und Solarstrom aufzunehmen sowie den Strom von den dezentral installierten Anlagen über größere Distanzen in die Verbrauchszentren zu transportieren. Alle relevanten Stellen sind sich einig, dass an einem gezielten Netzausbau kein Weg vorbei führt. Dies wurde jetzt durch den Netzentwicklungsplan 2013 der Bundesnetzagentur erneut unterstrichen. Von den 90 Maßnahmen, die die Übertragungsnetzbetreiber im Entwurf des Netzentwicklungsplans vorgeschlagen haben, wurden 56 bestätigt. Es handelt sich dabei um Leitungen, die nach der Bewertung der Bonner Behörde in den kommenden zehn beziehungsweise zwanzig Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zwingend erforderlich sind. Dies gelte auch für die erforderlichen Anbindungsleitungen für Windenergieanlagen auf See.

Darüber hinaus wurden im Vergleich zum Netzentwicklungsplan Strom 2012 deutlich mehr netzverstärkende Maßnahmen in bestehenden Trassen bestätigt. Hier gilt der Grundsatz, dass erst alle Möglichkeiten zur Netzverstärkung oder -optimierung auszuschöpfen sind, bevor der Neubau von Stromtrassen in Betracht kommt. Im Detail umfasst der neue Netzentwicklungsplan rund 2.800 Kilometer an Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen in Bestandstrassen und rund 2.650 Kilometer an kompletten Neubautrassen.