Offshore Windanlagen

24.09.2014

Nach einer Prognose der Londoner Beratungsgesellschaft Globaldata sind in den kommenden Jahren erhebliche Zuwächse in der Offshore-Stromerzeugung zu erwarten. Die Experten rechnen mit Wachstumsraten von rund 28 Prozent jährlich, wodurch sich die derzeit weltweit in den Meeren installierte Leistung von rund 7,1 Gigawatt bis 2020 auf etwa 40 Gigawatt erhöhen dürfte. Ein Volumen, das dem von 40 großen konventionellen Kraftwerken entspricht.

Getragen werde das Wachstum vor allem von Ländern wie Großbritannien, Deutschland und China. Allenfalls Bedenken von Umweltschützern, ein Mangel an ausgebildetem Personal oder fehlende Technik könnten den Boom der Offshore-Windkraft beschränken, heißt es weiter.

Zum Hintergrund: Zwischen 2006 und 2013 wuchs die Windkraft auf dem offenen Meer von 0,9 auf gut sieben Gigawatt. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr laut Bundesverband Windenergie 103 Offshore-Anlagen mit 395 Megawatt Nennleistung errichtet. Ihnen fehlt allerdings noch der Netzanschluss. Während Windparks in zwei bis drei Jahren gebaut sind, braucht es für den Netzanschluss in der Regel bis zu fünf Jahre. Bis Ende 2015 soll die installierte Gesamtleistung von Offshore-Windrädern entlang der deutschen Küsten auf insgesamt 3.200 Megawatt ansteigen.