Ökostrom-Rekord

02.09.2014



Wenn die richtigen Rahmenbedingungen zusammenkommen, entstehen neue Rekorde. Das gilt auch für den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung. So konnte am 17. August ein neuer Spitzenwert erreicht werden, als günstige Witterungsverhältnisse und eine geringere Verbrauchernachfrage zusammentrafen.

75 Prozent des verbrauchten Stroms lieferten an diesem Tag Sonne, Wind, Wasser und Biomasse. Insgesamt speisten sie nach einem Bericht der Fachzeitschrift ZfK gut 40 Gigawatt Erzeugungsleistung in das Stromnetz ein. Konventionelle Kraftwerke wie Atom- oder Kohlekraftwerke waren währenddessen nur mit einer Leistung von gut 23 Gigawatt in Betrieb. Zusammen kamen an diesem Tag zum einen viele Sonnenstunden und günstige Windverhältnisse, zum anderen handelte es sich um einen Sonntag, an dem der Verbrauch spürbar unter dem der übrigen Wochentage liegt. Im konkreten Fall wurde eine Leistung von 53 Gigawatt benötigt, um die Nachfrage zu decken. Unter der Woche liegt der vergleichbare Wert zwischen 70 und 80 Gigawatt.

Auch wenn es sich hier um eine Sondersituation handelt, wird doch eines deutlich: Die Entwicklung hin zu einer grüneren Stromversorgung schreitet in Deutschland zügig voran. Wie das Freiburger Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme mitteilte, lag die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien von Januar bis Ende Juli 2014 bei gut 93 Terawattstunden.

Zum Vergleich: Kohle-, Atom- und Gaskraftwerke produzierten in diesem Zeitraum knapp 208 Terawattstunden.