South-Stream-Pipeline steht vor dem Aus

03.12.2014


Als Grund für die ausstehende Erlaubnis zum Weiterbau durch Bulgarien sieht Putin die Blockadepolitik der Europäischen Union. Die Erdgasleitung South Stream sollte russisches Gas an der Ukraine vorbei nach Südosteuropa leiten. Der Bau der fast 2.400 Kilometer langen Pipeline stand unter der Führung des russischen Energieunternehmens Gazprom und hätte 2016 abgeschlossen werden sollen. Von der russischen Stadt Anapa bis zur italienischen Grenzstadt Tarvisio wären dann jährlich 63 Millionen Kubikmeter Gas durch die Leitung geflossen und hätte bis zu 38 Millionen Haushalte in Europe versorgt.

In Ankara besprachen der russische Präsident und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdogan Pläne über einen Gasumschlagsplatz in Südosteuropa. Putin stellte in Aussicht, die Liefermenge an Erdgas in die Türkei zu erhöhen und den Preis um sechs Prozent zu senken.