Stimmungstief in der Bioenergie-Branche

26.05.2015


Die Ergebnisse der neuesten Konjunkturumfrage zum ersten Quartal 2015 von C.A.R.M.E.N. zeigen, wie schlecht die Stimmung in der Branche der Nachwachsenden Rohstoffe tatsächlich ist: demnach haben nur 9 Prozent der befragten Unternehmen mehr investiert als im Quartal zuvor, über 34 Prozent gar nicht. Das Netzwerk unterstreicht, dass es sich dabei um negative Rekordwerte handele. Und auch wenn 40 Prozent der befragten Unternehmen angeben, den Investitionsrahmen beizubehalten, so bewegt sich das Investitionsniveau generell auf einem sehr niedrigen Niveau.
Ähnlich sieht es bei der Situation der Auftragslage aus, wo nur noch jedes sechste Unternehmen von einer guten Auftragsentwicklung spricht.

Auch bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen spiegelt sich die angespannte Situation wieder. Seit die Befragung 2010 erstmals stattfand, wurde mehr Personal abgebaut als eingestellt. Gerade mal 16 Prozent der Unternehmen haben einen Personalzuwachs verzeichnet.

Pessimistischer Ausblick in die Zukunft

Auf die Frage nach einer Beurteilung der Umsatzentwicklung in den kommenden zwölf Monaten geben nur 34 Prozent der Unternehmen an, steigende Umsätze zu erwarten. Der Anteil von Unternehmen der mit stagnierenden oder sinkenden Umsätzen rechnet, ist im Vergleich mit dem vorherigen Quartal von 50 auf 66 Prozent gestiegen. Das ist das negativste Ergebnis seit der ersten Umfrage im Jahr 2010. Das Gleiche gilt auch für das Investitionsvolumen. Lediglich 12 Prozent der Unternehmen haben vor, ihr Investitionsvolumen zu steigern, wohingegen mehr als ein Drittel keine Investitionen planen. Trotz dieser pessimistischen Einschätzung haben lediglich 5 Prozent der Unternehmen angegeben, Personal abzubauen. Vier von fünf Unternehmen möchten die Mitarbeiterzahl unverändert halten und jedes siebte Unternehmen möchte sogar Neueinstellungen vornehmen.

Das Centrale Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk führt seit 2010 regelmäßig seine Konjunkturumfrage bei Unternehmen der Nachwachsenden Rohstoffe durch und veröffentlicht diese vierteljährlich. Dazu gehören Unternehmen der Teilbranchen Biomasse, Biogas, Biogene Treibstoffe, und stoffliche Nutzung.