Strom aus Erdgas

06.02.2014



Erdgas eignet sich hervorragend zur Stromerzeugung in modernen KWK-Anlagen.

Ausschlaggebend dafür sind hohe Wirkungsgrade, vergleichsweise niedrige CO2-Emissionen und die Fähigkeit, flexibel auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können. Dennoch ging der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung im letzten Jahr von 12,1 auf 10,5 Prozent zurück. Die Gründe für diese Entwicklungen sind laut Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft, BDEW, sowohl der zunehmende Einsatz von Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung als auch die bestehende Differenz zwischen Kohle- und Gaspreisen und den daraus resultierenden Stromerzeugungskosten. Beides sorge dafür, dass vor allem Gaskraftwerke in Deutschland aus der Merit Order, also der Reihenfolge der Kraftwerkseinsätze nach Wirtschaftlichkeit, gedrängt werden.

Vor diesem Hintergrund fordern viele Stimmen in der Branche ein neues Marktdesign, das den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien neu regelt und dabei vor allem die Effizienz in den Vordergrund stellt. Weitere Aspekte sind die Schaffung eines Kapazitätsmarktes für Kraftwerke, die zum Ausgleich der unregelmäßig einspeisenden Solar- und Windenergie im Stand-by-Betrieb gehalten werden, und Maßnahmen, um dem Verfall der CO2-Zertifikate auf derzeit gut 5,50 Euro pro Tonne entgegen zu wirken. Im letzten Jahr setzte sich die Stromerzeugung in Deutschland nach Recherchen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wie folgt zusammen: Braunkohle 25,8 Prozent, Steinkohle 19,7 Prozent, Kernenergie 15,4 Prozent, Erdgas 10,5 Prozent, Öl 1,1 Prozent, Erneuerbare Energien 23,4 Prozent und Übrige 4,1 Prozent.