Strom- und Gasverbrauch

03.11.2014

Das Wetter hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich auf den deutschen Energieverbrauch ausgewirkt. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, kurz BDEW, ist der Gasverbrauch aufgrund der milden Witterung in den ersten drei Quartalen um rund 18 Prozent gegen über dem Vorjahreszeitraum gesunken. Neben den Einbußen im Wärmemarkt machten sich auch ein Produktionsrückgang in der chemischen Grundstoffindustrie und ein um 13 Prozent geringerer Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung bemerkbar.

Beim letztgenannten Punkt ist laut BDEW ein wirtschaftlicher Betrieb konventioneller Kraftwerke aufgrund des wachsenden Anteils Erneuerbarer Energien oftmals nicht mehr möglich. Der Stromverbrauch war nach ersten Schätzungen des Energieverbandes ebenfalls rückläufig. Er nahm im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres um vier Prozent auf 396 Milliarden Kilowattstunden ab. Als Hauptgründe wurden die schwache Konjunktur energieintensiver Industrien und die im Vergleich zu 2013 insgesamt mildere Witterung genannt. Hinzu kommen noch Sparmaßnahmen bei den Verbrauchern und Effizienzsteigerungen.