Stromspeicher: Bedarf und Entwicklung

23.01.2015


Langzeitspeicher wie die Power-to-Gas-Technologie lohnen sich erst bei höheren und längeren Stromüberschüssen, wie Sie vorkommen, wenn der Anteil der Erneuerbaren Energie bei 60 bis 80 Prozent liegt. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse der Metaanalyse der AEE, die insgesamt 15 verschiedene Studien analysiert und miteinander verglichen hat. Kurzzeitspeicher, wie Pumpspeicher oder Batterien, könnten schon früher benötigt werden. Ein wichtiger Faktor sei auch der Ausbau der Stromnetze für einen optimierten nationalen und europäischen Lastenausgleich. Vor allem aus Kostengründen sei diese Flexibilitätsoption stärker in den Fokus zu rücken.

14 der 15 in der Metaanalyse betrachteten Studien kommen zum Schluss, dass die Power-to-Gas-Technologie als Langfristspeicher die beste Möglichkeit darstelle, größere Strommengen zu speichern. In Deutschland gibt es 14 Pilotanlagen, die die Power-to-Gas-Technologie nutzen. Sechs weitere Anlagen befinden sich im Bau oder sind in der Planung. Bei der Technologie wandeln die Anlagen Strom über die Elektrolyse zu Wasserstoff und gegebenenfalls zu Methan um. Die beiden Gase lassen sich einfacher speichern als Strom. Allerdings gibt es bei der Rückumwandlung von Gas zu Strom erhebliche Umwandlungsverluste, die die Wirtschaftlichkeit der Anlagen beeinträchtigt. Deshalb sei es wichtig, den Wirkungsgrad zu steigern. Gleichzeitig, so die AEE, lohne die weitere Entwicklung der Power-to-Gas-Technologie, da sie Strom auch für den Wärme- und Verkehrssektor sowie die Chemieindustrie brauchbar macht.

Zur kompletten Metaanalyse gelangt man über den folgenden Link:
Stromspeicher in Deutschland: Metanalyse zu Bedarf und Entwicklung von Stromspeichern in Deutschland