Studie zu negativen Strompreisen

17.12.2014


Die Kurzstudie mit dem Titel „Zukünftige Auswirkungen der Sechs-Stunden-Regelung gemäß § 24 EEG 2014“ von BWE und Energy Brainpool wurde am 26. November 2014 in Berlin vorgestellt. Dabei wurde vor allem die sogenannte „Sechs-Stunden-Regelung“, wie sie im § 24 EEG 2014 formuliert wird, in den Fokus der Studie gerückt. Sie besagt, dass ab dem 1.1.2016 die Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien gegen null reduziert werden soll, wenn die Stromproduktion in einem Zeitraum geschieht, in dem die Spotmarktpreise sechs Stunden oder länger negativ sind. Stromüberschüsse sollen dann reduziert werden, indem Anlagenbetreiber ihre Anlagen während dieser Zeiträume abschalten. Die Auswertung der Strompreismodellierung kommt zum Schluss, dass bis 2040 die Häufigkeit und Länge negativer Preisentwicklungen bei heutigen Marktbedingungen deutlich zunehmen wird.

Sollte das aktuelle Marktdesign nicht geändert werden, sehen die Macher der Studie die Gefahr, dass dem Markt CO2-freie Energiemengen verloren gehen, die zu geringen Kosten produziert wurde. Auch besteht das Risiko von strategischen Abschaltungen von Anlagen, um den Markt und die Preisentwicklung zu manipulieren. Zudem könne sich eine schwierigere Finanzierungssituation als hemmendes Hindernis beim Ausbau der Erneuerbaren-Energien-Anlagen auswirken.

Die gesamte Studie kann über den folgenden Link heruntergeladen werden: "Zukünftige Auswirkungen der Sechs-Stunden-Regelung gemäß § 24 EEG 2014" (pdf)