Übertragungsnetze

26.03.2014



Eine wesentliche Voraussetzung für die Integration von Strom aus Erneuerbaren Energien ist ein Ausbau der Übertragungsnetze.

Laut dem Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen, kurz EnLAG, beträgt der aktuelle Bedarf 1.876 Kilometer. Längerfristig angelegte Untersuchungen gehen von deutlich über 3.000 Kilometer Länge bis zum Jahr 2020 aus. In diesem Kontext hat jetzt die Denkfabrik „Agora Energiewende" darauf hingewiesen, dass sich der Bedarf an neuen Stromleitungen aber auch deutlich reduzieren lasse.

Basis dieser Aussage ist eine Studie der Prognos AG und dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der RWTH Aachen. Demnach ließen sich durch Effizienzverbesserungen bis 2050 zwischen 15 und 28 Milliarden Euro einsparen. Gleichzeitig könnte der Netzausbau im Übertragungsnetz um mehr als die Hälfte reduziert werden. Grundüberlegung ist, dass Energie, die nicht verbraucht wird, auch nicht produziert und transportiert werden muss.

Möglich sei es, den Stromverbrauch in den nächsten 20 Jahren gegenüber heute zwischen 10 und 35 Prozent zu verringern. Darüber hinaus hebt die Studie hervor, dass jede eingesparte Kilowattstunde eine Kosteneinsparung im Stromsystem zwischen 11 und 15 Cent bewirkt. Die Möglichkeiten zur Optimierung der Energieeffizienz sind vielfältig. Sie reichen vom einfachen Austausch elektrischer Geräte im Privataushalt bis zur Erarbeitung und Umsetzung umfangreicher Maßnahmenkataloge für Endverbraucher und Industrie.