Windenergie

05.08.2014

Die Windenergie ist weiter auf dem Vormarsch. Nach vorläufigen Zahlen des Verbandes des Deutscher Maschinen- und Anlagenbaus und des Bundesverbandes WindEnergie e. V.  wurden von Januar bis Juni  rund 1.723 Megawatt Leistung neu an Land installiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Wachstum von 66 Prozent. Ausschlaggebend dafür ist nach Einschätzung der Verbände ein Vorziehen von Bauvorhaben, da viele Investoren  im Vorfeld der Novelle des EEG verunsichert waren, welche Regelungen das neue Gesetz 2014 bringen wird. Für das laufende Jahr rechnet die deutsche Windindustrie mit 3.300 bis 3.700 Megawatt neu installierter Leistung. Aktuell stehen damit in Deutschland etwa 35 Gigawatt Offshore-Windleistung für die Stromerzeugung zur Verfügung. Auch auf dem Wasser ging der Ausbau der Windenergie im ersten Halbjahr 2014 weiter voran. Nach einer Zusammenfassung der Deutschen Windgard wurden in diesem Zeitraum 30 Offshore-Windenergieanlagen mit insgesamt 108 Megawatt Leistung vor der deutschen Küste ans Netz angeschlossen. Damit können derzeit insgesamt 146 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 628,3 Megawatt den produzierten Strom einspeisen. Weitere 126 Anlagen mit zusammen 542,7 Megawatt Leistung wurden neu errichtet sowie 158 Fundamente installiert. Laut Windgard sind aktuell rund 3.300 Megawatt Offshore-Windenergieleistung in Bau, fertiggestellt oder bereits am Netz. Vor diesem Hintergrund ist die Branche für die weitere Entwicklung zuversichtlich und geht davon aus, dass bis Ende 2015 rechnerisch Windparks mit einer Leistung von über 3 Gigawatt etwa 14 Milliarden Kilowattstunden Strom produzieren können. Ziel ist, bis 2020 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung bis zu 10 Gigawatt in Betrieb zu nehmen.