Zukunft der Stadtwerke

18.06.2014



Wie sieht die Zukunft der Stadtwerke aus? Dieser Frage ging die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, kurz BDEW, nach.

Dabei zeigte sich, dass 43 Prozent der befragten Geschäftsführer fest davon überzeugt sind, dass sich ihr Geschäftsmodell bis 2018 durch die Energiewende sehr stark verändern wird. 24 Prozent der Interviewten erwarten eine Trennung von alten Geschäftsfeldern, und nur knapp jeder Vierte vertritt die Meinung, dass in den kommenden vier Jahren keine oder allenfalls kleine Korrekturen an den bestehenden Strukturen seines Unternehmens notwendig sind.

Als größtes Hemmnis für den Erfolg der Energiewende und den Aufbau neuer Geschäftsfelder sehen die Stadtwerke unklare rechtliche Rahmenbedingungen im Erzeugungsbereich und beim Netzausbau.

Darüber hinaus misst gut die Hälfte der Befragten dem Ausbau von Kooperationen eine hohe oder sehr hohe Bedeutung zu. Wesentliche Motive sind hier Synergien, ein Zugewinn an Kompetenzen und neue Finanzierungsmöglichkeiten. Gerade zum letzten Punkt passt eine weitere Studie, des Beratungsunternehmens Pricewaterhousecoopers, PwC, zur sogenannten Verbindlichkeitsquote bei Unternehmen der Energiewirtschaft. Sie gibt das Verhältnis der Verschuldung zum Gesamtkapital wieder und ist laut PwC im Schnitt von 31,5 Prozent im Jahr 2009 auf 34 Prozent 2012 gestiegen.

Dennoch ist das kein Grund zu übertriebener Sorge. Selbst wenn sich die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen leicht verschlechtert haben, würden sich die Ausschüttungen nach wie vor auf hohem Niveau bewegen, betont das Beratungsunternehmen. Die befragten Unternehmen hätten 2011 knapp 88 Prozent und 2012 rund 90 Prozent der Jahresüberschüsse an ihre Anteilseigner ausbezahlt.